Props 2


Focke-Wulf Fw 200 C-8 Condor

 

Modell: Revell 1/72

Zubehör: Eduard Interior und Exterior Ätzteile, Qickboost Abgasdüsen aus Resin

 

Zum Original:

Die Condor war eines der ersten Langstrecken-Passagier-Flugzeuge und machte durch einige Rekordflüge in den 30´er Jahren auf sich aufmerksam. Weit mehr Aufsehen erregten jedoch ihre Einsätze im Wehrdienst bei der Luftwaffe. In Ermangelung eines echten Langstrecken-Kampfflugzeuges, griff die Wehrmacht auf die Condor zurück. Einige Umbauten waren erforderlich, um u.a. im Atlantik auf Schiffs-Geleitzug-Jagd zu gehen. Dies sollte im Idealfall zusammen mit den U-Booten erfolgen. Die letzten Versionen – das Modell stellt solch eine dar – nutzten das Radar FuG 200 Hohentwiel der Firma Lorenz und die ersten Lenkflugkörper Henschel Hs 293 . Der Erfolg hielt sich nach einigen Anfangserfolgen jedoch in Grenzen und das nicht nur durch die im Atlantik kreuzenden Hilfsflugzeugträger. Trotz mehrerer Waffenstände kam man gegen ein Jagdflugzeug nicht an.

Die wirklich interessante Geschichte der Entwicklung in Rekordzeit, einer Sektwette bis zur Ausstellung eines wiederaufgebauten Wracks in Berlin Tempelhof, ist überaus lesenswert!

Anbei eine kurze Auflistung, was mir an Literatur zur Verfügung stand:

Waffen-Arsenal Band 52 und 131, Kit Flugzeug Modell Jornal 1/07, Heinz J. Nowarra´s Buch, div. Hefte der Magazine Flugzeug Classic, Hartmann´s Modell Portraits und Jet&Prop.

 

Der Bausatz:

Revell legte die Fw 200 Condor mehrmals auf. Als Zivilist und als Soldat in mehreren Versionen. Dank Marcus B., Michael R. und einem bekannten Museum, kam die letzte Version der Condor auf meinen Basteltisch. Dieser ist mittlerweile auch schon 15 Jahre alt, der Bausatz ist aber einfach top! Super Details an den über 100 Einzelteilen – Motoren, Funkraum, Fahrwerk, Lenkflugkörper usw. - alles passt, klasse Decals wie immer und ein ausführlicher Bauplan. In diesem gibt Revell auch die Original RLM-Farbtöne an, das ist doch mal was! Minuspunkte kann ich nicht vergeben, es soll aber das Spornrad zu klein sein und die Wartungsdeckel nicht alle …. - Nietenzählerei. Mit ein wenig Erfahrung bekommt man ein tolles Modell! Wer mag, kann sich natürlich durch Zubehör innen und außen weiter austoben, siehe oben.

 

Das Modell:

In 60 Bauschritten führt die Anleitung durch den Bau. Bei der Nutzung des aufgeführten Zubehörs kommen noch einige dazu. Dadurch wird’s schon recht komplex. Definitiv kein Bausatz für zwischendurch! Wie immer gilt es zu überlegen, ob man sich die Mühe macht. Man kann als Option die Waffenstände offen lassen bzw. die Rumpfausschnitte sind nur aufgelegt. So kann man dann einen Blick auf die Details ins Rumpfinnere werfen. Da hat Revell schon einiges von Haus aus mitgeliefert, die bedruckten Ätzteile von Eduard toppen das natürlich noch. Beim Anpassen muss dann unbedingt penibel auf den korrekten Sitz geachtet werden, sonst wird’s eng an einigen Stellen und muss dann mühsam nachgearbeitet werden, könnt Ihr mir glauben! Das die Rumpf-Bauteile nur lose aufgelegt sind, sieht man natürlich und im nachhinein hätte ich diese besser einpassen, verkleben und verschleifen sollen... .

In einigen Bauberichten wird auf das Einziehen eines Tragflächen-Spantes aus Draht o.ä. hingewiesen. Ich habe darauf verzichtet und die Flächen mit Sekundenkleber-Gel angebracht. Wenn das Modell öfters bewegt werden sollte, empfiehlt sich eine zusätzliche Stabilität allerdings.

Den Rumpf und die Flächen habe ich seperat lackiert, so konnte die Mäander-Schlangen-Tarnung einfacher aufgesprüht werden. Für die RLM-Farben nahm ich die von Vallejo, diese sind mir aber einen Tick zu dunkel. Sonst nahm ich die Farben von Revell gem. Bauplan.

Die Antennen des Schiffs-Such-Radars am Bug habe ich zum Schluss angebracht. Diese sind ein Mix aus den Bauteilen des Bausatzes und den Ätzteilen und sehen deutlich besser aus, als nur die Kunststoff-Teile. Die Antenne auf dem Rumpf stammt von Uschi – nein, nicht DIE Uschi – sondern van der Rosten, flexibles Rigging-Garn.

 

Insgesamt ein einfach super Bausatz! Viel Spaß beim Betrachten der Photos!

 

 

Jens Witt-Fiebig


Mitsubishi A6M2b Zero

Tamiya 1:32

Erbaut von Dennis Wagner

 


Piper l-18 Super Cub im Doppelpack 

Es handelt  sich jeweils um das gleiche Modell, allerdings von 2 verschiedenen Herstellern. Der Maßstab ist wie immer 1:48 .Der Eine Bausatz stammt von Minicraft der andere von Entex Industries . Die Decals wiederum wurden von Hahen besorgt, die eine Maschine gehört dem Fluganwärterregiment Uetersen um 1962 an , die andere gehörte zur Bundeswehr Sportfluggruppe JG 71 Richthofen 1970 in Wittmundhafen an.

Der Bau gestaltete sich durchaus schwierig, es war viel zu entgraten , Teile mussten angefertigt werden. 

Aufwendig auch die Darstellung des unverkleideten Motors.

 

Erbaut von Michael Rauer