Messerschmitt Me 110

Dieses Fotos war die Vorlage für mein Modell Me 110 E mit MK 101 von der III. /8./ZG 26 in Nordafrika 1942, das Modell ist von Eduard die C-6 und es wurden noch Teile von Dragons Me 110 genutzt Maßstab 1:48

Cockpit :

Der Innenraum mit dem Beobachter Funker Sitzt bei der E Version gab es den vergrößerten Tandemsitz und Fußrosten, diese wurden mit gezogenen Gussästen nach gestellt. Leider hat sich diese Sitzänderung bei der E Version nicht bis Eduard rumgesprochen, Dragon hat es glücklicherweise berücksichtigt. Der Platz des Piloten dank Eduard Fotoätzteilen nicht zu Toppen. Es folgen Bilder der Rumpfhälften, Funkgeräteeinheit und des Beobachterplatzes. So ist es auch schon ein schönes Modell!! Leider ist später nicht mehr wirklich viel  zu sehen.

 

Weitere Modifikationen:

Aus dem Standartölkühler der C/E Version wird der "vergrößerte" Ölkühler der E Version, das Teil ist aus dem Dragon Bausatz.

Dann folgte der Einbau des Ölkühlers unter der Tragfläche mit den Eduard Fotoätzteilen. Der Sandfilter musste auch modifiziert werden.

 

Mg:

Nun Bilder von der Bugbewaffnung 4x MG 17 die Leitungen von den Pressluftflaschen und die Schussbildkamera ist Eigenbau

Rumpf ,Tragflächen und Fahrwerk:

 

Rumpfhälften und Tragflächen sind jetzt zusammengebaut. Fahrwerk mit Bremsleitung und Einzugskabel sind jetzt auch fertig. Bremsleitung und Einzugskabel sind Eigenbau. Dann wurde getestet, welcher Farbton am besten passt, es ist dann doch keiner davon geworden sondern  von Real Color RAL 1039. Einbau der unteren Abdeckung für die MK 101 und eine böse Überraschung: das Resinteil von Eduard ist zu kurz!!

MK 101:

Resinbauteile der MK 101 leider beim Abtrennen vom Gussteil gebrochen was sich aber noch als Vorteil erweisen sollte. Die MK 101 aus Resin von Eduard auch super detailliert. Es folgte der Trockeneinbau in den Rahmen. Dann der Einbau in den Rumpf, gemäß Bauplan erst jetzt, ich kann nur empfehlen, diesen Schritt auszuführen bevor die Rumpfhälften zusammen gebaut sind ,ist wesentlich leichter. Mit der Abdeckung drauf ist nicht mehr viel zu sehen. Aus dem Cockpit kann man noch die  Patronentrommel sehen.

Weitere Detaillierung:

Das Pitotrohr  wurde selbst gebaut aus einer dünnen Spitzenkanüle, da das Originalteil verloren gegangen ist. Bevor sich jetzt jemand wundert, die E- Version hatte doch schon das lange Staurohr,  aber es wurden auch E Versionen noch mit den "alten C/D Pitotrohren ausgeliefert. Jetzt zur Kanzel: dieses Detail wird leider von jedem Hersteller unterschlagen, die Tropenversion beinhaltete auch Sonnenschutz Gardinen, Papiertaschentücher auf Stecknagel aufgefedelt.  Es wurden noch die Geräte, die  im Scheibenbereich des Beobachters/Funkers montiert waren, zugefügt, diesmal kein Eigenbau, das wurde von Eduard berücksichtigt Auch der Pilot erhält seine Gardine. Das Revi 16 ist jetzt auch eingebaut . Die vordere Kanzel  wurde fertiggestellt mit  Griffen( Fotoätzteile von Eduard) während der Hebel (in Rot) zum verriegeln des oberen Fensters wieder Eigenbau ist, den vergessen die Modellbauhersteller immer gerne. Die Unterseiten sind fertig lackiert mit dem Pinsel Die Farbe ist noch von JPS COLOR RLM65/1 kommt dem RLM78 sehr nahe.

 Tarnung wurde mit Pinsel aufgetragen , Farbe ist das Grün ist von Tamiya XF-65. Weisses Rumpfband und Decals sind auch nun drauf. Die Decals für die Kennung 3U + ZS habe ich mir 2013 von Peddinghaus-Decals machen lassen, seit dieser Zeit schlummerte diese Projekt bei mir. Stellprobe auf der Platte ob die "gegrabenen" Löcher für die Räder auch passen, die Räder sind eigentlich Falsch, da für die C/D Version aber da von denen nicht mehr viel zu sehen ist habe ich auf ein korrektes Resinpaar verzichtet, man möge mir diese Unkorrektheit verzeihen.

Und jetzt die Bilder des fertigen Dioramas, die Platte wurde mit Vogelsand, verdünnten Holzleim und Gamers Grass gestaltet. Diese Luxus Donnerbalken gab es tatsächlich, sind mit Fotos belegt, Sonnenschutz und Windschutz sind aus der oberen Waffenabdeckung der Me 110, Es gibt ja die Grabbelkiste, in der Realität wurden auch alte Flugzeugteile genutzt. Spindelböcke und Arbeitsböcke sind von "Das Werk" die Bretter auf dem die Me liegt sind zurecht geschlitzte Holzteile

Berlin und Steppke ,Revell 1:72


Vor langer Zeit habe ich mich daran versucht, Plastikmodelle fahrbereit zu machen.

Bauberichte gibt es mannighaft, dennoch bin ich der Meinung, daß man nie genug Eindrücke erlangen kann.

 

Also zu diesem „Projekt":

 

Von einem Vormann aus Wilhelmshaven bekam ich dieses Schmuckstück. Es hat lange bei

Einer anderen Person auf der Dachkammer gefristet.

 

Es war deutlich erkennbar:  

 Da geht nichts mehr kaputt, also ran.

 

Gedanken waren:

Wie kriege ich die Ruderanlage unter eine zu öffnende Heckklappe, und wie bringe ich eine

Fernsteuerung in dem Rumpf des Beibootes „Steppke“ unter.

 

Jetzt dreht sich alles um den „Lütten"

 

Das Modell Steppke ist in der Modellausführung „ähnlich" dem Vorbild, aber egal.

 

Maße und Gewichte: Original: 1:72

 

Länge 8,18 m

Breite 2,5 m

 

Verdrängung 4,3 to 12 Gramm

 

Nun erkennen wir das Problem!

 

Das Rohgewicht des Modells sind bereits 12 Gramm.

Dazu Servo, Empfänger, Akku, Fahrtregler und Motor, Wellen- und Ruderanlage und Schaltplatine für die nautische Beleuchtung.

 

Erster Gedanke: Soviel Salz kannste nicht ins Wasser kippen, das es ein „tragbares Ergebnis" wird.

Also: Wie bei Joachim – schapen schaben schaben.

 

 

Jetzt sind wir bei einem Gewicht von 6 Gramm angelangt. Dufte. Wasserlinie erreicht?

Aber:

Elektronik und Technik.

 

Elektronik:

Dem Zufall sei Dank. Im Rahmen einer Veranstaltung kam ich ins Gespräch mit einem Handelsreisenden. Somit erhielt ich kleine Motore eines "Spielwarenherstellers", Namensvetter eines Sternbildes. Funktion bei 2,4 Volt, Wasserdicht und gut regelbar.

Als Regler bot sich der ER100 von 1:87 Modellbau an, ebenso von da der Schaltbaustein.

 

Letztendlich erwies sich der von allem Überfluß befreite Graupner SXM als der "leichtere" Schaltbaustein.

Als Akku ein LiPo 70 mAh und der Empfänger ein 2,4 Graupner 12 SC, der von allen überflüssigen Material (Steckern, usw) befreit wurde.

Welle und Schraube:

 

Ich entschied mich für ein Messingstevenrohr 0,6 x 0,8 mm. Als Welle fand ein 0,6mm Nirovollmantelinnendrehstahl Verwendung.

Somit blieb als Kupplung nur Silikonschlauch übrig, für den dann ein Stück „hochwertiges“

Kabel zweckentfremdet wurde

 

Dem Baukasten lag ein Propeller bei. So wurde aus einem Fischdosendeckel (0,3 mm Feinblech, gut zu bearbeiten) eine Schraube geformt.

3. Ruderanlage

 

Das Ruder wurde dem Muster nachempfunden. Es wurde ein 0,6 mm Kohlefaserstab eingeklebt, der dann in dem aus 5 Einzelteilen (Messingrohr 0,6x0,8, 0,8x1,0, Anlenkung und Silikonabdichtung) bestehenden Koker Aufnahme fand.

 

 

Da ich auch die Ruderhacke abnehmen kann, kann ich das Ruder und die Welle für den „Service" ziehen.

 

Aufbau und Poller:

Mein Fazit:

 

Aus der Erkenntnis dieser Gedanken und Umsetzung werde ich auf jeden Fall noch einmal den „Steppke“ in 1:72 bauen.

 

 

 

= Arbeit ist nicht mein Ding – bin Pensionär =

 

Danke an die bessere Hälfte und lasst euch nicht unterkriegen: „Nur wer auch Holz schweißen kann, kann auch Frauen verstehen“ (schmunzel)

 

Von Wolfgang Müller

Haunebu  II


Der Bausatz

Man mag von diesem Hintergrund halten was man will, es ist Squadron Models auf jeden Fall zu danken, dass sie sich darauf eingelassen und ein Modell darauf aufbauend herausgebracht haben – und was für eins!

Alleine schon der Stülpkarton ist beeindruckend – einmal aufgrund seiner Größe und auch aufgrund seiner Aufmachung, kommt er doch mit einer Banderole daher, auf welcher bereits ein Teil der Haunebu II im Halbdunkel zu sehen ist. Ist die Banderole entfernt, erblickt man eine Illustration, die als Inspiration für die oben stehende Einleitung diente: mitten in einem Hangar, umgeben von Wartungsgerät, steht die Flugscheibe im Schein einiger Deckenlampen.

Öffnet man den Karton, so geben einem die Hälften der Rumpfunterseite einen ersten Eindruck von den Dimensionen dieses Modells: Es ist riesig! Die drei Teile der Rumpfoberseite fallen ebenso sofort auf, wie auch die Qualität des Spritzgusses. Alles ist sauber abgeformt, die Oberflächen bieten versenkte Stoßkanten und klar definierte Nietenreihen, wobei letztere an einigen Stellen eher an ein Schiffsmodell denn an ein Fluggerät denken lassen. Auch der Kommandostand bietet Grund zur Freude: neun Sitze für die Besatzung vor drei Bedienkonsolen, eine zentrale Säule, welche das Kraftwerk repräsentiert lassen sofort an „Raumpatrouille Orion“ oder die Space Jets aus „Perry Rhodan“ denken, auch wenn Raum für zusätzliche Detaillierung bleibt. Das Fahrwerk ist schön solide gestaltet und trägt das Gewicht des Modells ausgezeichnet, auch wenn hier noch gut nachdetailliert werden kann. Die Klarsichtteile sind wie alle Spritzlinge durch extra PE-Beutel geschützt und sind trotz merklicher Dicke wunderbar transparent. Es liegen sogar mehr Bullaugen bei als benötigt, sollte das Teppichmonster einmal mehr zuschlagen.

 

Die Abziehbilder sind sauber im Register gedruckt, bei meinem Modell waren „rechtlich problematische Abzeichnungen“ aus dem Bogen herausgeschnitten, was mich aber nicht stört. Was jedoch der Bogen vermissen lässt, sind Decals für die Bedienkonsolen – die wären meines Erachtens wirklich sinnvoll gewesen. Es finden sich auch keine Decals für Sitzgurte oder Ähnliches, die den Kontrollraum nochmals optisch aufgewertet hätten… schade. Für knapp 100 € wären zumindest Instrumentendecals sicher nicht zu viel verlangt gewesen. Das ist aber auch der einzige Kritikpunkt am Bausatzinhalt.

Der Bau

Die Anleitung, die aus Fotos (!) der einzelnen zusammenzufügenden Bauteile besteht, ermöglicht einen unkomplizierten Zusammenbau dieses außergewöhnlichen Modells. Die Reihenfolge ist sinnvoll gewählt, man beginnt mit dem Rumpfunterteil, gefolgt vom Kontrollraum, und arbeitet sich so Schritt für Schritt durch die einzelnen Bauabschnitte. In einigen Besprechungen auf diversen Internetseiten hatte ich gelesen, dass es zu Verzug gerade bei der Rumpfunterseite kommen kann, was ich im Falle meines Exemplar nicht bestätigen kann. Man sollte allerdings aufgrund der Größe und des Gewichts der einzelnen Rumpfkomponenten auf eine sorgfältige und stabile Verklebung achten, damit die Klebenähte nicht aufgrund des hohen Gewichtes während des Baus wieder auseinanderbrechen. Ich habe an diesen Stellen zusätzlich Sekundenkleber mit Füllmasse benutzt, was für ausreichende Stabilität gesorgt hat.

A propos Klebestellen: die Passgenauigkeit der einzelnen Teile ist hervorragend! Lediglich an der Rumpfunterseite gibt es zwei Klebekanten, die man verspachteln sollte. Auf der Rumpfoberseite befinden sich cleverer Weise die Klebestellen direkt an den Stoßkanten der einzelnen Rumpfsegmente und fallen dadurch eigentlich kaum auf. Wem die Stoßkanten zu tief sind, der kann hier auf einfache Weise mit Acrylspachtel wie zum Beispiel dem von AK die Stöße etwas auffüllen, was aber wirklich nicht nötig ist.

Schon recht früh während des Zusammenbaus stand für mich fest, dass ich dieses Modell beleuchten wollte. Gerade der Kontrollraum bot sich hierfür an; der Gedanke, dass die Konsolen blinken würden, war unwiderstehlich für mich. Die Lösung dafür lag in der Verwendung von Lichtleitfasern von 0,5mm Stärke, die mit Weißleim in an entsprechende Stellen gebohrte Löcher in den Konsolen eingeklebt werden sollten.

Auch wenn der Kontrollraum durch die Lichter lebendiger wirken würde, brachte ich noch zusätzliche Details in Form von geätzten Sitzgurten von Eduard und Instrumentendecals von Mike Grant Decals an. Die Bemalung des Kontrollraums erfolgte der Einfachheit halber vor dem Zusammenbau mit der Airbrush. Die Wände und Konsolen lackierte ich in RLM 02, das ich zum Boden des Kontrollraums leicht abdunkelte. Der Boden selber wurde ebenfalls in RLM 02 lackiert, was ich hier und da mal leicht aufhellte und mal abdunkelte, um keine monotone Fläche zu haben. Schließlich nebelte ich hier und da noch ein undefinierbares Braungrau auf den Boden, um zusätzliche Gebrauchsspuren anzudeuten. Nach dem Trocknen wurde alles mit einem dunkelbraunen Wash versehen, um die Einzelheiten hervorzuheben – ein Trockenbürsten war nicht notwendig.

Nachdem alles lackiert war, konnte der Zusammenbau erfolgen, der problemlos verlief. Auch das Installieren der Lichtleitfasern war recht unproblematisch – Löcher in die lackierten Konsolen bohren, von oben ausreichend lange Fasern einsteckenund von unten mit Weißleim verkleben. Das andere Ende der Lichtleiter wurde unten durch die Konsolen und durch den Boden des Kontrollraums auf dessen Unterseite geführt und dort in ein kurzes Plastikröhrchen gesteckt, in das von der anderen Seite her eine LED mit Farbwechsel-Chip eingesetzt wurde. Zusätzlich wurde alles noch mit Schrumpfschlauch gesichert. Auch der zentrale Kraftwerk-Zylinder bekam eine Lichtwechsel-LED spendiert, die von unten in dessen Boden gesteckt wurde. Zusätzlich bohrte ich noch einige Löcher in den Kraftwerk-Zylinder, durch welche das Licht des Thule-Tachyonators jetzt in den Kontrollraum scheint.

Da ich einmal dabei war, installierte ich auch gleich einen Ein-/Aus-Schalter im Schacht der Einstiegsrampe, die ich noch mit einem gescratchten Einstiegsschott versah. Außerdem spendierte ich der Einstiegsrampe ebenfalls eine Beleuchtung aus zwei SMD-LEDs, die von außen in die Oberseite des Einstiegsschachts eingelassen wurden. Auch die obere Geschützkuppel wurde mit einer LED versehen, die einen Suchscheinwerfer darstellt. Die Stromzufuhr erfolgt durch zwei dünne Kabel vom Kraftwerk-Zylinder her.

Die Stromquelle für diese simple Beleuchtung ist eine Knopfzelle vom Typ C 2032, die in einer passenden Halterung an der Unterseite der Kommandozentrale angebracht ist und beim fertigen Modell zugänglich bleibt, indem die Rumpfober- und – unterseite einfach nicht miteinander verklebt werden.

 

Die weiteren Teile wie Geschützkuppeln und Fahrwerk ließen sich zügig lackieren und zusammenbauen. Als kleinen Blickfang an den Fahrwerksbeinen brachte ich noch Bremsleitungen aus Bleidraht mit Befestigungsschellen aus Maskierband an sowie Chromfolie an den Oleos. Die Geschützläufe der unteren KSK-Kuppeln bekamen noch eine Kühlspirale aus dünnem Kuperdraht verpasst, dann konnte alles lackiert werden. Allerdings klebte ich diese Teile noch nicht an ihre endgültige Position,sondern wartete damit bis nach der Lackierung des Rumpfes.

Die Lackierung

Die Lackierung erfolgte mit Revell Enamelfarben, wobei ich Ober- und Unterseite getrennt lackierte. Zunächst erfolgte eine Grundierung mit Mattschwarz, über die die entsprechende Grundfabe dünn gesprüht wurde. Hierbei achtete ich darauf, die Grundierung am Rand der einzelnen Teilflächen noch leicht durchschimmern zu lassen. Im zweiten und dritten Gang wurden dann einzelne Teilflächen mit aufgehellter Grundfabe lackiert, um den Farbauftrag etwas lebendiger zu gestalten. Dann zog ich die einzelnen Stoßkanten der Unterseite mit Brown Ink von Citadel nach und begann nach der Trochnung der Rumpfoberseite mit dem Maskieren der einzelnen Farbflächen. Dabei orientierte ich mich größtenteils an den Vorgaben der Bauanleitung, mit zugegeben ein paar Abweichungen. Dann folgten die gelben Markierungen und der Namensschriftzug. Nachdem alle Farben aufgebracht und getrocknet waren, wurde das Modell großzügig mit Future und Acryl-Hochglanzlack versiegelt, anschließend wurden die Decals aufgebracht. Hierbei entschied ich mich, die Balkenkreuze des Bausatzes für die Oberseite zu verwenden, die der Unterseite stammen aus der Grabbelkiste. Nach einer erneuten Versiegelung mit Future erfolgte die Alterung mit Umbra Natur Ölfarbe, die ich mit einem flachen Zungenpinsel auftrug, ein paar Minuten antrocken ließ und dann mithilfe von Wattestäbchen wieder abwischte. Zum Schluss bearbeitete ich die so präparierten Flächen, indem ich mit einem weichen flachen Pinsel, der mit Revell Color Mix befeuchtet wurde, mit Abwärtsbewegungen größere Ölfarbenreste aufnahm und so Schmutzläufer darstellte. Nach 24 Stunden wurde alles abschließend mit klarem Mattlack von Revell AquaColor versiegelt.

Zu guter Letzt brachte ich noch die Kanonenläufe an der Unterseite an, ebenso wie das Fahrwerk, das ich abweichend von der Bauanleitung, in der jedes Fahrwerk nach außen zeigt, in eine Richtung weisend anbrachte.

 

Fazit

Squadrons Haunebu II ist trotz des stolzen Preises von ca.100 € ein absoluter Hingucker. Ob man dieses Modell häufiger auf Ausstellungen bewundern wird, wage ich jedoch zu bezweifeln, denn einerseits steht der doch üppige Preis im Raum, andererseits werden sich Freunde unseres Hobbys, die den Modellbau „ernsthaft“, sprich: streng nach historischen Vorbildern orientiert, betreiben, eher weniger an ein so esoterisches Sujet wagen. Hinzu kommt, dass dieses Modell zwar eine helle Freude zu bauen ist, andererseits aber doch geradezu nach ein paar zusätzlichen Details schreit, gerade was den Kommandostand angeht. Gerade diese zusätzlichen Details ließen bei mir den Bau recht langwierig werden, da ich sowohl die Gurte als auch die Instrumentendecals und die gesamte Beleuchtung erst bestellen musste… alleine das Warten auf den Batteriehalter zog sich vier Wochen hin. Auf der anderen Seite begeistern die fantastische Passgenauigkeit, das Design und letztlich auch die imposante Größe des Modells.

 

Alles in allem ist die Haunebu II allerdings ein lohnendes Modell, das fertiggestellt für die oben genannten Dinge mehr als entschädigt. Und wenn die Haunebu II auch nie so zahlreich auf Ausstellungen zu bewundern sein wird wie beispielsweise Spitfires oder BF 109s… wer zeigt denn mal so was Abgefahrenes?

 

 

© 2018 Thore Mießen, Bremer Modellbauclub