Am letzten Novemberwochenende war die mittlerweile etablierte Hollandtruppe wieder mal los. Diesmal aber nicht nur für einen Tag zur Modellbauausstellung in Houten, sondern gleich das ganze Wochenende, um alle großen Militärmuseen und den legendären Avation-Megastore zu besuchen. Am Freitag ging es dann zunächst zum....
Das Museum liegt an der kleinen Stadt Lelystad in der Nähe des Flughafens. Das Museum ist eher zivil ausgelegt und erzählt über den Aufstieg von Fokker und der KLM , behandelt aber auch andere Themen wie Raumfahrt und die Geschichte des Flughafens mit Originalgebäude. Es ist in 3 Hangars, dem Flughafengebäude und einem großen Außenbereich gegliedert. Im Haupthangar macht man eine Zeitreise von den Anfängen der Fliegerei bis heute. Dabei spielen Exponate wie einige Fokkers, DC3, Tante Ju, Constellation und weitere eine tragende Rolle. Alles recht liebevoll in Szene gesetzt. Im Außenbereich kann man durch eine Boeing 747 durchwandern. Es wartet noch eine ziemlich abgerockte Neptune, Mig 21, Viggen und anderes dort. Im Archiv gibt es noch eine DC 3 und Tracker zu sehen. Der letzte Hangar enthält noch einige Jagdflieger wie Starfighter, Hunter und eine besteigbare Jet Provost, was wir natürlich ausgiebig genutzt haben... Zum Abschluss kann man noch durch das Flughafengebäude stapfen, das im Zustand der dreißiger Jahre erhalten wurde
Nach etwa einer Stunde Fahrt sind wir dann im Aviation Megastore angekommen, dem vermutlich größten Modellbauladen mit dem Hauptthema Luftfahrt der Welt. Hier gibt es alles, was der Luftfahrtbegeisterte so braucht: T-Shirts, Socken, Tassen, Bücher, Simulatorzubehör, Fertigmodelle, Uhren, Kalender....Und eine der umfangreichsten Modell- und Zubehörabteilungen weltweit. Wie Marcus es treffend sagte:" Ich hab Reizüberflutung" . Es gibt praktischerweise auch eine Frauenwartezone mit Kaffeeautomaten...
Hier haben wir erstmal ausgiebig geshoppt und das überleben des Geschäfts für das nächste Jahr sichergestellt.
Nach einem gemütlichen Abend im Hotel und leckerem Frühstück ging es dann morgens nach Houten zur ESM. Es war wie immer gut gefüllt mit Besuchern, die in der Halle bei den zahlreichen Händlern nach Schnäppchen suchten. Es gab aber auch viele Clubs und Einzelaussteller und einen kleinen Wettbewerb, wo man einige Attraktionen bewundern konnte. Auch hier wurde nochmal ordentlich geshoppt. Aber gegen Mittag hatten wir dann alles gesehen und wir hatten genug von den Menschenmassen und sind dann weiter nach Soesterberg...
Nach kurzer Fahrt trafen wir dann ein und betraten das doch beeindruckende Gebäude. Der Neubau fasst das ehemalige Panzermuseum und Luftwaffenmuseum jetzt zusammen. Erstmal haben wir zu Mittag im Restaurant gegessen, dann ging es auf Entdeckungstour im Museum. Im Gegensatz zum Aviodrome war hier alles gut ausgeleuchtet und in einem ausgezeichneten Zustand. Die Flieger waren alle in Originaltarnung, nicht im museums-what IF Anstrich, wie es auch leider vorkommt.
Bei den Panzern gab es beeindruckende Exponate wie Leopard , Fennec ... zu sehen. Toll waren die Jagdflieger im rotierenden Flugmodus, eine ungewohnte Perspektive. Im Außenbereich gab zum Beispiel eine Brequet Atlantique, Lockheed Neptune (hier im Topzustand), Spitfire und F-86 Sabre zu sehen.
Nach ordentlicher Begutachtung unserer gekauften Schätze mit Begleitbier ging auch der Samstagabend irgendwann zu Ende. Nach guten Frühstück haben wir dann im ehemaligen Kloster, das heute Hotel ist, wieder ausgecheckt und sind in Richtung Overloon gefahren. Der Ort war im zweiten Weltkrieg Schauplatz der größten Panzerschlacht des Landes. Kurz nach dem Ende des WW2 wurde hier daher auch das Oorlogsmuseum eröffnet. Das Museum beherbergt zahlreiche Panzer der Allierten und der Wehrmacht, beleuchtet aber auch eindringlich die grausame Zeit aus Sicht der Holländer. Auch sehr eindringlich der Erlebnisbereich zum Thema D-Day, wo man einen Parcours abläuft, als wäre man live dabei...
Die Exponate sind vielfach in Dioramen mit zahlreichen Originalgedöns in Szene gesetzt worden. Das obligatorische Erinnerungsphoto am überdimensionierten Reifen des Amphibienfahrzeugs LARC durfte natürlich auch nicht fehlen...